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Ein Wittgensteiner Wörterbuch

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Sch


Schäall (Odf, Rkh, Rph) Schelle


Schäalle(Odf, Rkh, Rph) – Schimpfen, Schelten. Odf.: »Du bäast nur om Schäalle.«


schaame (Bgh, Hem, Rld) – (sich) schämen.

Rld.: Ech schaamen mech.«

Odf.: »Ech n meh so geschaamt.

Es schaamt sech (Sie schämt sich.)


schaamerech (Odf, Rkh, Rph) – schamhaft


Schaamgefiehl (Odf, Rkh, Rph) – Schamgefühl. Odf.: »Ech hat e großes Schaamgefiehl.«


Schäan (Ban) – Geschwür


schäbb (Alh, Ebr, Hem, Rld) – schief


Schach (Hem, Wun) – Schach.

Wun.: »Hä hot frieher gäre med seim Unkel un sein Kusengs Schach gespeelt.«


Schachdel, Plural: Schachdel (Odf, Rkh, Rph, Wun) Diminutiv: Schächdelche (Wun) – Schachtel.

Wun.: »Dos Beld vo meiner Grußdante hun ech ganz unge ee der Schachdel gedo.«

Odf.: »Dos ärre aale Schachdel.« (Sie ist eine alte Schachtel. (Schimpfwort)


schacheren (Hem, Rld, Wun) schacharn (Odf, Rkh, Rph) – schachern, feilschen.

Wun. Die schachern nog em en Preis


schachmatt (Wun) – 1. schachmatt (Schachspiel) 2. sehr müde.

Wun.: »Wos sin ech schachmatt no dö Düre.«


Schadde (Bgh, Hem, Rld) – Schatten


Schäfa / Schäfer (Hem, Rld) – Schäfer


Schäfahund / Schäferhund (Hem, Rld) – Schäferhund


Schäfastonne (Hem, Rld) Schäaferstündche (Odf, Rkh, Rph) – Schäferstündchen


Schaff, Plural: Schaffe (Wun) – Wandgestell, Regal.

Wun.: »Em Kaller hadde mer e Schff, das ar e Regal, su hug wiede Wand.«


schaffe (Fdg, Hem, Odf, Rkh, Rld, Rph, Wun) – schaffen, mit etwas fertig werden,

etwas bewältigen.

Wun.: »Dos schaffe mer haure ned mieh.«

Odf.: Mer hon haure veel geschafft. Schaffst du dos noch? Etze sei ma geschafft.

Ds mächt mer schwer zu schaffe.«


Schaffner (Laa) – Schaffner


Schäfasch (allg.) – Schäfers (Hausname)


schäl (Bgh, Hem) – 1. scheel, 2. verdorben (beim Fleisch, bei der Wurst)


Schälchebreat (Fdg) – Tassenbord


Schaltjuhr (Rld) Schaltjohr (Odf. Rkh, Rph) – Schaltjahr


Schalla / Schaller (Alh, Bgh, Hem) Schäallla, Diminutiv: Schäallache (Odf, Rkh, Rph) –

1. Schalter,

2. Türriegel, aus Eisen, gelegentlich auch aus Holz gearbeitet.

Odf.: »Wie de Hedde fertig woar, möchte ma en Schäalla feer de Deer.

Derm geheerd en Schäalla fersch Maul.

O da Deer äss en Schäalla. Höste da Schalla veergemocht.«


schälle, schull, geschulle (Bgh) schälle, scholl, gescholle (Rld) schäalle / schealle

(Odf, Rkh, Rph) schäll, schull, geschull (Alh) – schimpfen, schelten.

Rld. Präsens:

eh schällen,

dü schellsd,

hä schelld,

mer schällen,

ehr schälld,

se schällen.


Rld.: »Ech krijje nür gescholle.

Odf.: »Äas schelld scho werrer.Es ged äach ohne schäalle. Du schellsd wie e Rohrspatze.«


Schällerei (Bgh, Hem, Rld) Schäallerei (Odf, Rkh, Rph) – Schimpferei.

Odf.: Heer of med drer Schäallerei.«


Schämmel (Bgh) – Schimmel


Schandal (Alh, Laa) – Skandal, Lärm, Aufregung


Schänn (Alh) – Schienbein


Schadorme (Alh) Schandarm (Bgh, Hem) Polizist


schalte (Odd, Rkh, Rph) schalten.

Odf.: »Do muss ma schnäall schalte. Du höst neg geschaltet.«


schammerirn – beschädigen (frz. = über den Haufen werfen, auf den Kopf stellen)


schammerirt – beschädigt (frz. = über den Haufen werfen, auf den Kopf stellen)


Schanne (Bgh, Hem) – Schande


Schanze (Bgh, Hem, Odf, Rkh, Rld, Rph) –

1. Schanze, (d.h. Reisigbündel zum Befeuern eines Backofens)

2. Schanze, (d.h. als Verteidigungsanlage, aufgeworfener Erdwall)

3. Schanze, (d.h. Sprungschanze) Bgh.: »E Schanze vadraa kinn.«

(Eine Schanze vertragen können = nicht ganz normal sein.)

Odf.: »De Lahantalschanze ee Reckaschhause on de Mattenschanze.«


schänge / schänke (Alh, Hem, Odf Rkh, Rld, Rph) – schenken.

Odf.: »Ech schänke deer e Klänechkeit. Warem schänkst du mer da imma wos?

Ech schänke deer e los Wein aus.«


Schänke / Schänge (Alh, Bgh, Hem) Scheange (Fdg) – Schinken


Schänkefleesch (Hem) Scheankefläsch (Fdg) – Schinkenfleisch


schäre, geschätt (Odf, Rk, Rph) – scheiden.

Odf.: »Die wün ech schäre losse. Die sei sccho geschät worn.

Schäre dut wieh. Mer sei gescchäte Leure.«


Schärja (Ban) – Sense, bei der der Mittelgriff nach hinten steht


Scharm (Hem Rld) Schärm (Laa) – Schirm

Laa.: »Do noahm se sich da Schärm un spannde den aach schon of.«


Schärmässa / Schärmässer (Alh) – 1. Scheermesser, 2. streitbare Frau (Schimpfwort)


scharrn (Bgh) scharre (Hem) schärrn (Odf, Rkh, Rph) – scharren, scheuern, kratzen.

Odf.: »De Hinna schärrn.«


Scharwel, Plural: Scharwel (Bgh, Hem) Schärwel, Plural: Schwärwen (Odf, Rkh, Rph) – Scherben. Odf.: »Do leit alles ee dausennd Schärwen. Schärwen bränge Glöcke.«


Scharwelhosseld (Bgh) – Nachfeier im Anschluß an eine Hochzeit


Scharz (Bgh, Hem) – Scherz


Schäss(Alh, Bgh, Hem, Rld) Schäass (Odf, Rkh, Rph) – Schiss, Scheiße, Kot, Dreck.


Schässdeng (Alh, Bgh, Hem, Rld) Schäassdörng (Odf, Rkh, Rph) – (wörtlich: Scheißding)


Schässdräck / Scheissdräck (Hem, Rld) Schäassdräack (Odf, Rklh, Rph) – Scheissdreck.


schässerig (Alh) – schmutzig, dreckig


Schässfressa (Bgh) – (wörtlich: Scheißfresser) Bgh.: Geizhals. (Schimpfwort)


Schässbromme (Laa) – Mistfliege. (auch: Schimpfwort)


Schärze (Fdg) Schatze (Rld) – Schürze


schasse, geschassdAus der Stellung jagen (frz. chasser = jagen, hinauswerfen, vertreiben)

»Etze hon se en geschassd.« Jetzt haben sie ihn geschasst.


schattech (Odf, Rkh, Rph) – schattig

Odf.: »Önga derm Bäme ärres schee schattech. Do Äas e schattje Stelle.«


schaugen (Odf, Rkh, Rph) – schaukeln. Odf.: »Ech wern dos Keand scho schaugen.

Dos Kearnd schauget so gearn. Es höt werra geschauget.«


Schaute (Afd, Ban, Bkb, Hem, wittg. Ausdrücke, Wom) Schaude (Bgh, Wun) –

1. nervöser, immer erregter Mensch,

2. Phantast, Narr, Spinner,

3. Witzbold, Schurke, Schuft, hinterhältiger und durchtriebener Mensch.

Wun.: »Der Schaude sal se een Achde nämme.« (Schimpfwort)


Schaute (Alh) – Kuh, die scheut


Schawernack (Wun) – Schabernack.

Wun.: »Wos horr ehr do werrer feer en Schawernack geträwe.«


Schäwwa, Schäwwer (Alh, Aue, Ban, Bgh, Hem, Laa, Rld) Schewwa / Scheawwa,

Plural: Scheawwern, Diminutiv: Scheawwache (Fdg, Odf, Rkh, Rph) –

1. Schiefer. Hem. »Dos Haus ässmed Schäwer gedeckt.«

2. Scheit, Holzscheit, ofenfertiges Holz.

Bgh. »E Schäwwa Hulz.« Odf.: »Läg mol e Schäwwa of. E klaaSchäwache.«


Schäwwabergerk (Odf, Rkh, Rph) – Schieferbergwerk


Schäwwadach (Ah, Bgh, Hem, Rld) Scheawwerdach (Fdg) – Schieferdach


Schäawadorf (Rld) – Schieferdorf


Schäwwadecker (Hem) – Schieferdecker


Schäwwagrüwe (Hem) Scheawwerkruwe (Odf, Rkh, Rph) – Schiefergrube


Schäwwastää, Schewwastee Schieferstein


schee schön


’s scheggt es schickt; es genügt, es reicht


Scheetze Wehr zum Regulieren von Wasser


schellig (Fdg) – schuldig


schenant – schüchtern, (frz. se gener = sich Zwang antun, sich genieren, drücken quälen hindern, hemmen)


Scheppleffel (Odf, Rkh, Rph) – Schöpfkelle.

Odf.: »Da Scheppleffel hängt om Leffelbläach«


Schepper (Hem, Rld) – Schöpfkelle


Scherze, Diminutiv: Scherzche (Fdg) – Schürze.

Fdg.: »Grethe nohm es Brot önger sei Scherzche.«


Scheslong – Liegestuhl, Liegesofa ohne Rückenlehne (frz. chaise longue = Liegestuhl, eigentl. Langer Stuhl)


Schessekbreat (Fdg) – Schüsselbord


schiniere – schämen, gehemmt sein (frz. se gener = sich Zwang antun, sich genieren, drücken quälen hindern, hemmen)


Schinnoas – Schinnaas, Luder, schlechter Mensch; eine böse Frau.


Schitzegebrirrer Schützenbrüder


Schlaachtschwätz schlechtes Gerede; über jemanden schlecht reden; üble Nachrede


Schlebbemus – Wiesenknöterich-Mus; ein Gemüse aus Wiesenknöterich, Sauerampfer, Brennnesseln, FRauenmantel u.a.)


schloo, schligg, geschlaa (Hem, Rld) schlagen.

Rld.:

Ech schlaan,

dü schleesd,

hä schleed,

mer schlaan,

ehr schlaad,

se schlaan.


Schlag Plural Schlääje (Fdg) Schlag. Fdg.: »Se hötte de Schlääje vo da Axt.«


Schlenn (Fdg, Hem, Rld) – Schlehen


Schlodde (Fdg) – die Schlotte, Zwiebelblatt


Schloddeschesser, Schlotteschesser Hosenschisser, Angsthase


Schmarjelbluume (Fdg) Dotterblme


Schmeeragel Schmierakel, eine schmierige Sache; Dreck


Schniegänse Schneegänse, Kraniche


Schnierä, Schnierah – Schneeregen


Schnieschuh – Schneeschuh, hier Skier


Schnück Schnuck, Süßigkeiten


Schnurrboart (Odf, Rkh, Rph) – Schnurrbart


Schol (Fdg) – Schule


Scholwerk (Fdg) – Schulwerk


Schornstaa (Fdg) – Schornstein


Schroue (Fdg) Schröwwe (Hem, Rld) – 1. Schraube 2. Bremse des Gespannwagens


Schroueklotz (Fdg) – Schraubenklotz, Bremsklotz


Schuhschmearberschtche (Fdg) – Schuheinfettbürstchen


schwach (Odf, Rkh, Rph) – schwach. Odf.: »Dos äas sei schwache Stelle.

Hä äas noch zu schwach. Dos Fläsch äas schwach gewürzt.«


schwächele (Odf, Rkh, Rph) – schwächeln. Odf.: »Hä schwächelt.«


Schwachkobb (Odf, Rkh, Rph) – Schwachkopf


Schwächling (Odf, Rkh, Rph) – Schwächling . Odf.: »Du bäast en Schwächling.«


Schwängelbombe (Fdg) – Schwengelpumpe


Schweaster, Diminutiv: Schweasterche (Fdg) Schwäster, Diminutiv: Schwästerche (Hem, Rld) – Schwesterchen


schweatze (Fdg) – schwitzen. Fdg.: »Ech schweatze Blut.«


Schwelles Kopf, dicker Kopf


Schälchebreat (Fdg) – Tassenbord


Schälchebreat (Fdg) – Tassenbord


schattech (Odf, Rkh, Rph) – schattig

Odf.: »Önga derm Bäme ärres schee schattech. Do Äas e schattje Stelle.«


schellig (Fdg) – schuldig


Scheppleffel (Odf, Rkh, Rph) – Schöpfkelle.

Odf.: »Da Scheppleffel hängt om Leffelbläach«


Schepper (Hem, Rld) – Schöpfkelle


Schläcke – Schluckauf; »Ech hon der Schläckes.« Ich habe den Schluckauf.


Schlesselbreat (Fdg) – Schüsselbord


Schlaa(i)chde Borre (Wun) – Christianseck


Schol (Fdg) – Schnurrboart (Odf, Rkh, Rph) – Schnurrbart


Schol (Fdg) Schule


Scholwerk (Fdg) – Schulwerk


Schreaft (Fdg) – Schrift. Fdg.: »Der schwätz d’r Schreaft no.«


schro (Fdg) schru (Hem, Rld) – dürr.

Fdg. Hä eas so schro wie e Keilhholz. D’r Gaul eas schro.«


Schuhschmearberschtche (Fdg) – Schuheinfettbürstchen


schwach (Odf, Rkh, Rph) – schwach. Odf.: »Dos äas sei schwache Stelle.

Hä äas noch zu schwach. Dos Fläsch äas schwach gewürzt.«


schellig (Fdg) – schuldig


Scheppleffel (Odf, Rkh, Rph) – Schöpfkelle.

Odf.: »Da Scheppleffel hängt om Leffelbläach«


Schepper (Hem, Rld) – Schöpfkelle


Schessekbreat (Fdg) – Schüsselbrett


Schnetzerche Schnitzerchen; kleines scharfes Küchenmesser


Schol (Fdg) – Schule


Scholwerk (Fdg) – Schulwerk


Schornschdaoh (Ban) Schornstein. Ban. »Da vaschdobbde Schornschdaoh.«


Schossi, Schossee (Fdg, Wun) – Chaussee, Straße (frz. chauseé = Fahrbahn)


Schossibääm (Wun) – Straßenbaum


Schossigrawe (Wun) – Straßengraben


Schossikratzer (Wun) – Straßenpfleger, Wegewärter


schroh (Fdg) schru (Hem, Rld) – dürr.

Fdg.: »D’r Gaul eas schroh. Hä eas so schroh wie e Keilholz.«


schwächele (Odf, Rkh, Rph) – schwächeln. Odf.: »Hä schwächelt.«


Schwachkobb (Odf, Rkh, Rph) – Schwachkopf


Schwächling (Odf, Rkh, Rph) – Schwächling. Odf.: »Du bäast en Schwächling.«


Schwängelbombe (Fdg) – Schwengelpumpe


Schweasterche (Fdg) – Schwesterchen


schweatze (Fdg) – schwitzen. Fdg.: »Ech schweatze Blut.«


schweje (Odf, Rkh, Rph) – schweigen.

Odf.: »Do winn ma drewwa schweje. Ech ka schweje wie e Grob. Höte geschweje?«


Schwore (Odf, Rkh, Rph) – Schatten.

Odf.: »Du stehst da sealwt em schwore. Em Smma sicht ma em schwore e kiehles Plätzche. De Sonn zieht laange schwore. Önga derm Bäme ärres z schattech.«


Schwuppe Schaukel