Wappen des Altkreises Wittgenstein
1913 - 2026
Personenbezeichnungen

 

Bei Personenbezeichnungen wird der Vorname nachgestellt.

Derartige Bezeichnungen beginnen:

  • herkömlich, falls vorhanden, vorzugsweise mit dem Hausnamen,

»Wosse Minche« –  Wilhelmine aus dem Haus mit dem Hausnamen »Wosse«;

  • oder mit der Bezeichnung des Ortes, aus dem der Betreffende kommt,

»da Schellasche Anst« – Ernst aus Schüllar

»da aiwische Herman« – Herman aus Aue

 

Es kommt auch der Geburtsort in Frage oder auch mit dem bürgerlichen Familiennamen

  • »Althaus Willi« – Willi Althaus.

 

An den vorangestellten Hausnamen oder die vorangestellte Ortsbezeichnung wird meist kein s/sch angehängt: »Gasse Josch« Georg aus dem Haus mit dem Hausnamen »Gasse«".

Anders verhält es sich bei dem vorangestellten bürgerlichen Familiennamen: »Schneirasch Emma«, »Aderholds Karl«. Es könnte hier ausnahmsweise ein Genitiv –s sein.

 

Vornamen werden in der Regel anders als im Hochdeutschen mit dem bestimmten Artikel gesprochen, z.B.: »Da Fretz kam grore heeme.« (Der Fritz kam gerade nach Hause.)

Frauennamen sind sächlich, z.B.: » ’s Kathrinche äss kraank.« »Dos« in Kurzform: » ’s«.

Das gilt auch für die Konjugationen » ’s Lina äss du, ’s setzt e da Stuwwe.«

(»Dos/äs setzt … " nicht: Se setzt … )

 

Ähnlich bei dem personenbezogen oder demonstrativ benutzten bestimmten Artikel: »Dos Kleene – daff dos dos?« (ein Mädchen! – »dos«!)

»Das Kleine – darf das das?«

Bei einem Jungen würde man sagen:

»Da/dä Kleene – daff hä dos?« »Der Kleine – darf er das?«

 

Wittgensteiner Heimatverein e.V.