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Da Unflood.


Veergetraa vo Leonie Afflerbach

(veröffentlicht bei you Tube)


 1.         Ma hot oft Leire, die sech fein


            M'em Ässe kinn behälfe,

            Doch wenn se mul bei annere sein,

            Da fressen se wie de Welfe.


  

 2.      So hot en Mann aus insrer Stodt,

          Dressiert so fein sein Mage,

          Dass em fer sech, sei Fraa nebst Känd,

          Een Häring hält drei Dage.

  

3.        O eenem scheene Wänderdag

          (S' äss bei ins su More)

          Do wor hä ee da Noberschaft

          Züm Quellspeck eegelore.

 

 

4.        Da gürre Mann, dä mochte sech

          Schon zeirig off de Beene,

          Dass hä jo naud versemme det,

         Em wässerten de Zeehne.

 

 5.        Wie nü da Quellspeck kam herbei,

           es dürt em schon zü lange,

           do gabs e wille Fresserei,

           es wärd em angst un bange.

 

 6.     Dä Metzger soch ee aller Rüh,

          Dos Wärge und dos Schmatze,

          Un gaw'em immer mieh dazü:

          "Itzd sall da Unflood platze."

 

 7.       Doch wie dä nü dos zähnte Pund,

          verdreckt hot ee sei'm Ranze,

              do saat da Metzger „Itzd äss Schluss!”

          Es hot keen Zweck dos Ganze.

 

8.      Die färchterliche Fresserei

          Äss reeweg fer de Katze.

          Dä Unflood fresst ins's Saudeng uff

          Un dütt da doch ned platze."


Weirehause

Text: A. Wilhelmi

Der Vielfrass


Vorgetragen von Leonie Afflerbach


Man hat oft Leute, die sich fein

Mit dem Essen können behelfen.

Doch wenn ie eibnal bei nderen ind,

Dann fressen sie wie die Wölfe.


So hat eib Mann aus unserer Stadt

dressiert so fein seinen Magen,

dass ihm für sich, seine Frau nebst Kind

in Hering hält drei Tage.


An einem schönen Wintertag,

/so ist es bei uns Mode,

Da war er in der Nachbarschaft

zm Quelspeck eingeladen.


Der gute Mann der machte sich

schon zeitig auf die Beine.

Dass er ja nichts versäumen tät,

Ihm wässerten die Zähne.


Als nun der Quellspeck kam herbei,

es dauerte ihm schon zu lange,

da gab es eine wilde Fressrei

Es wurde einem Angst und Bange.


Der Metzger sah inaller Ruh

das Würgen und das Schmatzen.

undgab ihmimmr nehr dazu.

"Jetztsoll der Vielfrass platzen !"


Doch als der nundas zehnte Pfund

verdrückt in seinen Ranzen,

da sagte der Metzger: "Jetzt ist Schluss!

es hat keinen Zweck, das Ganze."


Die fürchterliche  Fresserei

ist reinewg für die Katze,

der Vielfrass frisst das Sauding auf

und tut dann nicht einmal platzen."


Weidenhausen

Text: A. Wilhelmi